MdL Franc Dierl (rechts) im Gespräch mit dem Museumsleiter des Urwelt-Museums Oberfranken in Bayreuth Dr. Serjoscha Evers und dessen Wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Ulrike Albert.
Kürzlich besuchte der Bayreuther Landtagsabgeordnete Franc Dierl, CSU, das Urwelt-Museum Oberfranken in Bayreuth. Im Mittelpunkt des Besuchs stand der Austausch mit Museumsleiter Dr. Serjoscha Evers und der wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dr. Ulrike Albert über die aktuelle Arbeit und die Zukunftsperspektiven des Hauses.
Während eines Rundgangs durch das Museum berichtete Dr. Evers, der die wissenschaftliche Leitung im August 2025 übernommen hat, von den zahlreichen Schulklassen, die das Museum regelmäßig besuchen und dort kostenfreie Führungen erhalten. Dem Abgeordneten, der dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Bayerischen Landtags angehört, liegt die Bedeutung von Museen als Bildungsorte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene besonders am Herzen.
Dr. Evers erläuterte zudem die derzeit laufenden Weiterentwicklungen des Museums. „Wir planen einen neuen Eingangsbereich und haben einen Grafiker beauftragt, der neue Informationsflyer gestaltet“, erklärte er. Dierl zeigte sich erfreut über das Engagement des Teams und betonte die Bedeutung einer attraktiven Museumsgestaltung: „Den Menschen muss der besondere Mehrwert eines Museumsbesuchs vermittelt werden.“
Herausfordernd sei insbesondere ein angemietetes, jedoch sanierungsbedürftiges Nebengebäude im Museumsgarten. Dieses werde für Kindergeburtstage sowie verschiedene Projekte mit Kindern genutzt. Die museumspädagogischen Angebote werden dabei von ehrenamtlichen Kräften unterstützt. Zudem fehle dem Museum eine administrative Stelle, deren Genehmigung bislang ausstehe. Auch bürokratische Hürden erschwerten die Arbeit vor Ort.
Dierl, der sich im Bayerischen Landtag für einen Bürokratieabbau einsetzt, sieht hierin einen wichtigen Ansatzpunkt: „Der Freistaat kann Rahmenbedingungen schaffen und Fördermittel bereitstellen. Die Verantwortlichen vor Ort sollten jedoch mehr Flexibilität bei der Verwendung der Mittel erhalten.“ Weiter betonte er: „Deshalb sind mir die persönlichen Gespräche besonders wichtig. Die gewonnenen Informationen werde ich in die Ausschüsse zur weiteren Diskussion mitnehmen.“
Für die Zukunft plant Dr. Evers weitere Innovationen. Dazu zählen eine digitale Informations- und Bedienplattform, neue Raumkonzepte zur stärkeren Präsentation der Exponate sowie die technische Modernisierung der bestehenden Multimediashow.
Abschließend unterstrich Dierl die Bedeutung kultureller Einrichtungen: „Museen müssen erhalten bleiben und sich gleichzeitig weiterentwickeln.“ Er bedankte sich bei allen Verantwortlichen für ihren Einsatz. Das Urwelt-Museum leiste als Ort der Bildung, der kulturellen Vermittlung und der wissenschaftlichen Arbeit einen wertvollen Beitrag für die Öffentlichkeit.

MdL Franc Dierl (links) besichtigte die Sonderausstellung "Dinos. Drachen. Drama.", die in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Bayreuth im Rahmen des Festival150 entstanden ist.

Der beeindruckende Schädel des Allosaurus jimmadseni als eines der Highlights der aktuellen Sonderausstellung "Dinos. Drachen. Drama".