Franc Dierl, MdL (CSU), wirbt für Modellregionen in Landkreis und Stadt Bayreuth

Neue Chancen durch Bayerisches Modellregionengesetz nutzen

04.05.2026 | MdL Franc Dierl | Bayreuth

Der Bayreuther Landtagsabgeordnete Franc Dierl (CSU) setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass Landkreis Bayreuth und Stadt Bayreuth die Chancen des neuen Bayerischen Modellregionengesetzes (BayMoG) aktiv nutzen. In einem Schreiben an die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Städte, Märkte und Gemeinden des Landkreises Bayreuth, an Landrat Florian Wiedemann sowie an Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Andreas Zippel wirbt Dierl dafür, konkrete Modellregionen in Stadt und Landkreis Bayreuth auf den Weg zu bringen. 

Mit dem von den Regierungsfraktionen in den Bayerischen Landtag eingebrachten Bayerischen Modellregionengesetz (BayMoG), das bereits jetzt im Mai 2026 in Kraft treten soll, eröffnet der Freistaat Bayern Landkreisen, staatlichen Landratsämtern, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften neue, weitreichende Gestaltungsspielräume. Kernidee des Gesetzes ist es, kommunalen Ebenen zeitlich befristet zu ermöglichen, von bestimmten landesrechtlichen Vorschriften abzuweichen, um innovative Wege in der Verwaltung zu erproben, Verfahren zu vereinfachen und regionale Besonderheiten besser abzubilden. 

„Für den Landkreis Bayreuth und die Stadt Bayreuth ist das eine große Chance“, betont Franc Dierl. „Wir können Verwaltungsverfahren, die heute als zu aufwendig oder langsam erlebt werden, in rechtlich abgesicherten Pilotprojekten konkret vereinfachen und beschleunigen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, digitale Angebote und neue Organisationsformen in der Verwaltung zu erproben, und zwar passgenau für unsere Region und immer im Rahmen unseres Rechtsstaats und solider Haushaltsführung.“ 

Gerade in ländlich geprägten Räumen mit besonderen Herausforderungen im Bereich Strukturwandel, Daseinsvorsorge und Tourismus bietet das BayMoG nach Ansicht des CSU-Abgeordneten die Möglichkeit, maßgeschneiderte Lösungen zunächst in einer Modellregion zu testen und bei Erfolg auf ganz Bayern zu übertragen. „Unser Ziel ist eine starke, zukunftsfähige Region, in der die Verwaltung bürgernah, effizient und modern handelt, ohne dabei Sicherheit oder Rechtsklarheit zu gefährden“, so Dierl. 

Das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration (StMI) übernimmt bei der Umsetzung des Gesetzes eine zentrale koordinierende Rolle. Es setzt die Modellregionen per Rechtsverordnung fest, benennt die jeweils abweichungsfähigen Vorschriften und befristet die Freistellungen. Dies geschieht stets im Einvernehmen mit der betroffenen Gebietskörperschaft. 

„Es wird nichts von oben verordnet“, stellt Dierl klar. „Ganz im Gegenteil. Modellregionen entstehen nur, wenn Landkreise und Kommunen selbst aktiv werden und entsprechende Anträge stellen. Die kommunale Familie bleibt im Zentrum der Entscheidung, was mir gerade als CSU-Kommunalpolitiker besonders wichtig.“ 

Antragsberechtigt sind Landkreise und staatliche Landratsämter, Gemeinden sowie Verwaltungsgemeinschaften. Die Antragstellung soll über eine digitale Antragsmaske auf der Internetseite www.modellregionen.bayern.de erfolgen. 

Nach Eingang der Anträge prüft das StMI gemeinsam mit den fachlich betroffenen Ressorts und den Kommunalen Spitzenverbänden, ob die beantragten Freistellungen mit EU- und Bundesrecht vereinbar sind, ob landesrechtliche Ausschlusstatbestände entgegenstehen und ob aus politischen oder rechtlichen Gründen Bedenken bestehen. Bei positiver Bewertung erlässt das StMI eine Rechtsverordnung zur Festsetzung der Modellregion und zur zeitlich befristeten Freistellung von landesrechtlichen Vorschriften. 

Dierl ruft die Verantwortlichen in Landkreis und Stadt Bayreuth dazu auf, zügig in einen gemeinsamen Prozess einzutreten: „Ich rege an, dass in den Rathäusern und im Landratsamt gezielt geprüft wird, in welchen Bereichen starre Vorgaben des Landesrechts einer effizienteren, bürgerfreundlicheren oder innovativeren Praxis entgegenstehen. In einem zweiten Schritt könnte auf Landkreisebene ein abgestimmter Antrag entwickelt werden, idealerweise unter Einbindung mehrerer Kommunen oder bestimmter Verwaltungsgemeinschaften.“ Eine frühzeitige Verständigung im Landkreis Bayreuth erhöhe die Chancen, mit einem gut begründeten und praxisnahen Vorschlag in das Verfahren einzutreten. 

Besonders wichtig ist Dierl die enge Zusammenarbeit mit der kommunalen Ebene: „Die Erfahrung aus der täglichen Verwaltungspraxis vor Ort ist entscheidend dafür, dass das BayMoG nicht nur ein Gesetz auf dem Papier bleibt, sondern zu konkreten Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region führt. Wir wollen Bürokratie abbauen, keine neue schaffen.“ 

Als direkt gewählter Landtagsabgeordneter bietet Franc Dierl den Kommunen sowohl bei der fachlichen Ausarbeitung möglicher Modellvorhaben als auch bei der politischen Abstimmung mit den zuständigen Stellen im Landtag und in den Staatsministerien seine Unterstützung an: „Ich danke den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, dem Landrat und dem Oberbürgermeister sehr für die engagierte Arbeit vor Ort“, so Dierl. „Darum freue ich mich auf den Austausch über mögliche Modellvorhaben aus dem Landkreis und der Stadt Bayreuth.“ 



Bayreuth, 04.05.2026 


Ansprechpartnerin:

Stefanie Finzel

Persönliche Referentin 


Franc Dierl, MdL

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