MdL Franc Dierl zum Arbeitsmarkt in Bayern

Frühjahresbelebung – aber Gegenwind nimmt zu

31.03.2026 | MdL Franc Dierl | Bayreuth

Bayern kann auch im März 2026 seine starke Position auf dem Arbeitsmarkt behaupten – dennoch mehren sich die Zeichen, dass wir schwierigeren Zeiten entgegengehen. Das zeigen die aktuellen Zahlen des Bayerischen Staatsministeriums zum Arbeitsmarkt. 


Die Arbeitslosenquote ist im März 2026 im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent gesunken. Rund 329.300 Menschen sind derzeit in Bayern arbeitslos gemeldet – das sind knapp 11.800 weniger als im Februar. Damit wirkt die übliche Frühjahresbelebung, allerdings deutlich schwächer als in sonst vergleichbaren Jahren. Im bundesweiten Vergleich steht Bayern weiterhin sehr gut da: Der Freistaat weist die niedrigste Arbeitslosenquote aller Länder auf und liegt klar unter dem Bundesdurchschnitt von 6,4 Prozent sowie unter Baden-Württemberg (4,7 Prozent). 


Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch eine Eintrübung: Die Arbeitslosenquote liegt um 0,1 Prozentpunkte höher als im Vorjahr, die Zahl der Arbeitslosen ist um rund 9.800 Personen (+3,1 Prozent) gestiegen. Besonders stark ist der Anstieg bei den Langzeitarbeitslosen mit +11,3 Prozent. Zugleich ist die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften rückläufig: Mit gut 102.300 gemeldeten offenen Stellen liegt der Bestand deutlich unter dem Vorjahresniveau. 

Regional reichen die Arbeitslosenquoten von 3,7 Prozent in Schwaben bis 4,8 Prozent in Mittelfranken, die Unterschiede zwischen den Regierungsbezirken bleiben damit insgesamt moderat. Auffällig sind Anstiege bei der Jugendarbeitslosigkeit sowie bei älteren Arbeitslosen im Vorjahresvergleich, auch wenn sich im Monatsvergleich leichte Rückgänge zeigen. Positiv hervorzuheben ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei ausländischen Bürgerinnen und Bürgern. 

Gleichzeitig ist die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unter Druck: In Bayern waren im Januar 2026 rund 5,93 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ein Rückgang sowohl gegenüber dem Vormonat als auch gegenüber dem Vorjahr. 

Franc Dierl, MdL, erklärt dazu:

„Die Zahlen zeigen: Bayern steht im Vergleich zu Deutschland und Europa weiterhin stark da – aber die Vorzeichen haben sich eingetrübt. Die schwächere Frühjahresbelebung, der Rückgang der Beschäftigung und der deutliche Anstieg bei der Langzeitarbeitslosigkeit sind Warnsignale. Wir gehen schwierigen Zeiten entgegen. Umso wichtiger ist es jetzt, unsere wirtschaftliche Stärke zu sichern, Fachkräfte zu halten und zu gewinnen sowie insbesondere Jugendliche, Langzeitarbeitslose und ältere Menschen gezielt zu unterstützen. Wenn wir in Bayern und Europa entschlossen handeln, haben wir weiterhin alle Chancen, gestärkt aus dieser Phase hervorzugehen.“

Bayreuth, 31.03.2026 

Ansprechpartnerin:

Kristina Jobst

Büroleiterin


Franc Dierl, MdL 
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