Bayreuth. Die aktuellen Ausbildungszahlen der IHK für Oberfranken Bayreuth zeigen zweierlei: Einerseits gibt es erfreulicherweise mehr neu eingetragene Ausbildungsverhältnisse als im Vorjahr. Andererseits bleiben weiterhin tausende Ausbildungsplätze unbesetzt. Für den Bayreuther Stimmkreisabgeordneten Franc Dierl (CSU) ist das ein klares Signal, die berufliche Ausbildung weiter zu stärken und jungen Menschen die Chancen einer Ausbildung noch deutlicher aufzuzeigen. „Die Zahlen der IHK machen deutlich, wie wichtig unsere Unternehmen für die Zukunft unseres Landes sind. Sie bilden aus, schaffen Arbeitsplätze und geben jungen Menschen eine Perspektive. Gleichzeitig zeigt der Fachkräftemangel, dass wir diese Chancen noch besser zusammenbringen müssen“, erklärt Dierl.
Zum 31. Juli 2026 waren bei der IHK für Oberfranken Bayreuth 1.940 neue Ausbildungsverhältnisse eingetragen – 32 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig stehen 1.505 unvermittelten Bewerberinnen und Bewerbern 3.127 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber. Damit kommen in Oberfranken auf jeden unversorgten Bewerber 2,1 freie Ausbildungsplätze. „Das ist eine enorme Chance für junge Menschen. Wer bisher noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben hat, sollte sich keinesfalls entmutigen lassen. Die Bewerbungsphase ist noch nicht vorbei“, betont Dierl. Besonders wichtig sei es, nicht nur die bekannten und beliebten Ausbildungsberufe in den Blick zu nehmen. Die IHK-Mitgliedsunternehmen bieten aktuell 170 verschiedene Ausbildungsberufe an. „Ob Handwerk, Industrie, Handel, Logistik, IT oder Dienstleistungsbereich, die berufliche Ausbildung bietet hervorragende Möglichkeiten. Gerade in weniger bekannten Berufen können sich spannende Karrierewege eröffnen“, so der Stimmkreisabgeordnete.
Dierl sieht hier auch eine wichtige Aufgabe für Politik, Schulen, Wirtschaft und Eltern: „Wir müssen jungen Menschen vermitteln, dass eine Ausbildung kein Weg zweiter Klasse ist. Im Gegenteil: Eine gute berufliche Qualifikation ist ein starkes Fundament für ein selbstbestimmtes Berufsleben. Sie bietet Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildung und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels sehr gute berufliche Perspektiven.“
Besonders deutlich wird der Bedarf in einzelnen Branchen. Im Baugewerbe ist laut IHK nahezu jeder zweite angebotene Ausbildungsplatz noch unbesetzt. Auch Handel, Logistik und Gastgewerbe suchen dringend Nachwuchs. In Bereichen wie Feinwerk- und Werkzeugtechnik, Kunststoffverarbeitung oder Metallbearbeitung stehen einer kleinen Zahl unversorgter Bewerber besonders viele freie Ausbildungsplätze gegenüber. „Unsere Wirtschaft ist die Grundlage für Wohlstand, Arbeitsplätze und damit auch für die Handlungsfähigkeit unseres Staates. Deshalb müssen wir alles daransetzen, unsere Betriebe zu unterstützen und jungen Menschen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern“, sagt Dierl.
Der CSU-Landtagsabgeordnete sieht dabei auch die demografische Entwicklung als zentrale Herausforderung. Wenn deutlich mehr Beschäftigte in den Ruhestand gehen als junge Menschen in den Arbeitsmarkt nachrücken, müsse jede Möglichkeit genutzt werden, Nachwuchskräfte zu gewinnen und zu qualifizieren. „Wir brauchen eine Ausbildungsoffensive, die Chancen sichtbar macht. Dazu gehören eine stärkere Berufsorientierung an den Schulen, mehr Einblicke in die Betriebe und eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung. Gerade unsere regionalen Unternehmen bieten jungen Menschen hervorragende Möglichkeiten direkt vor der Haustür“, erklärt Dierl.
Für den Bayreuther Abgeordneten ist deshalb klar: „Die Botschaft der IHK sollte Mut machen: Es gibt Ausbildungsplätze und damit Chancen. Unsere Unternehmen brauchen junge Menschen und unsere jungen Menschen brauchen starke Unternehmen. Beides gehört zusammen. Wer heute in Ausbildung investiert, investiert in die Zukunft unserer Heimat und in die Zukunft unseres Landes.“
Bayreuth, 31.08.2026
Ansprechpartnerin:
Stefanie Finzel
Persönliche Referentin
Franc Dierl, MdL
Abgeordnetenbüro Bayreuth
Tel: 0921/76430-26
E-Mail: buero.mdl@franc-dierl.de